Linkin Park Summit Hamburg 2011

2007 schrieb ein gewisser „Andreas Borcholte“ auf Spiegel Online: „Es gab nur einen einzigen Grund, sich diese Platte überhaupt anzuhören: Rick Rubin.“ … „Das Ergebnis wird in den Fan-Foren bereits heftig diskutiert. Tenor: Dreck, weil zu kommerziell.“ … „Gitarren wabern dazu schön radio- und kinderzimmertauglich“.

Ich möchte das erwähnen um vorab die stets gleichen Meinungen über kommerziell erfolgreiche Bands wie Linkin Park kund zu tun – und um sie zu vergessen. Alle „Ich-bin-so-cool-weil-ich-höre-nur-Bands-die-keine-Sau-kennt“ Menschen könne sich an den obigen Sätzen des Herrn Borscholte ergötzen und ganz ehrlich eure Meinung geht mir 1-2-3 am Arsch vorbei.

A Thousands Suns“ gehört für mich (und Gott sei Dank ist das mein(unser) Blog) zu den besten Alben die ich (siehe Klammer vorher) je gehört habe. Jaja, auch ich habe die zahlreichen und niemals endenden Kommentare zu dem Album gelesen. „Das ist nicht Linkin Park„, „Meteora und Hybrid Theorie Olé Olé„. Wie so oft haben solche Dinge was mit Weiterentwicklung zu tun. Viele Menschen bleiben aber auf der Strecke und klammer sich an Dinge die sie kennen. Das erkennt man daran das sie über Jahre hinweg das gleiche tun und auch gar nichts anderes machen möchten, Arbeit, Urlaub etc..

Seis drum. Mich langweilt dieses ganze gelaber von „ich weiss alles besser“ Menschen einfach nur noch und soll doch jeder selbst machen was er will, warum hört ihr euch dann nicht die ersten beiden Alben an bis sie euch zu den Ohren raus kommen und nervt die Mitwelt nicht mit euren extrem langweiligen Kommentaren? So viel wollte ich zu dem Thema eigentlich gar nicht schreiben. 🙁

Was ist eigentlich ein Summit? LPU veranstaltet seit der „A Thousand Suns“ Tour regelmäßig diese Summits. Es wird sich getroffen (mit anderen Menschen die Linkin Park mögen, also ohne Herrn Borcholte), es gibt ein Meet and Greet mit der Band (Schuhe unterschreiben lassen und so), eine Q&A und am Ende wird gesungen wie hier.

Vor dem Einlass wurden Tickets „Raffle Prizes“ verkauft und wir haben dann sogar noch was gewonnen. 2x „Side stage viewing (watch the first few songs at the show from the side of the stage. You must have a ticket to the show).„. Ich muss schon sagen – das war ziemlich cool.

LPU Raffle Prizes

Side stage viewing

Wir hatten zwar eigentlich Sitzplatztickets, aber Corie vom LPU HQ gab uns Augenzwinkernd zwei Bänder für den Innenraum. Schön nah an der Bühne. Es war einfach nur – FETT.

Linkin Park concert Hamburg 2011

Das Einzige was genervt hat – waren die DEUTSCHEN(!) Security/Orga Typen die mit so einer offenen Veranstaltung wie diesem Summit nix anfangen konnte. Ihre herrliche deutsche Ordnung wurde durcheinander gebracht und sie wussten nicht was sie zwischen Ende des Summits und Anfang Einlass mit uns anfangen sollten. Einige sahen aus, als hätten sie uns am liebsten einfach eins über die Rübe geblasen und uns raus geschmissen.

Corie, Adam und Hugo hatten dagegen alles so locker im Griff das eine wirklich super entspannte Atomosphäre aufkam. Und das trotz den langen Wartepausen. Vor allem hatte man immer den Eindruck das sie das, was sie taten auch wirklich lieben. Ein Gefühl was ich bei deutschen Mitarbeitern noch nie gesehen habe.

Das Konzert – was soll ich sagen? Es war zu kurz. 🙂

Linkin Park stage - Take a photo

Linkin Park Q&A

Mehr Bilder gibt es auf Flickr

re:publica XI

Vom 13. – 15. April 2011 fand in Berlin die re:publica statt. Die re:publica versteht sich als politische, kulturelle, vor allem aber als sehr junge Veranstaltung, die sich von einem familiären Bloggertreffen mit 800 Besuchern zu einem unverzichtbaren Event auch für Branchenprofis entwickelt hat und 2010 bereits beeindruckende 2700 Gäste begrüßen konnte.

Zusammen mit Mandy Raasch von CUCUZA – Online Marketing und Tim Bartel von der Wikia Inc. haben wir uns in den drei Tagen regelmäßig die Bäuche in der FDP Zentrale voll geschlagen 😉 und dazu noch viele Beiträge angeschaut.

Ich muss sagen – vieles war Durchschnitt und vieles war alles andere als Neu. Besonders schlecht in Erinnerung geblieben ist der Vortrag „Öffentlicher als öffentlich?“ von Miriam Feuls. Einfach einen Zettel monoton ablesen hat sehr wenig mit einer Konferenz oder mit Interaktion mit dem Publikum zu tun. Sicher: Nervös ist in so einer Situation jeder – aber man sollte so ehrlich zu sich selbst sein und erkennen das man kein Redner ist und andere Menschen damit verschonen.

Öffentlicher als öffentlich?

Es gab aber auch richtige Highlights und eines davon war der Vortrag von Sascha Lobo. Auch wenn Lobo von vielen verachtet und teilweise sogar gehasst wird (zumindest wenn ich meine Facebook Kommentare richtig deute), so ist er doch einer der wenigen wirklichen „Stars“ der „Internet-Szene“ in Deutschland. Klar ist natürlich auch das seine „bescheuerte“ Frisur dazu bei trägt. Aber so isses nun mal in der Medienlandschaft. Marylin Manson wird schließlich auch für jede Schießerei verantwortlich gemacht! 🙂

Wirklich Klasse war Gunther Dueck. Sein Vortrag „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ war meiner Meinung nach der beste Vortrag in den drei Tagen. Wirft er doch einige sehr klare und wichtige Fragen auf die in Zukunft eine Rolle spielen werden. „Flach-Bildschirm-Hinterrückseiten-Beratung“ ist seit dem übrigens eines meiner Lieblingswörter. 🙂

Beindruckend war die Rede von Noha Atef. Einer muslimischen Ägypterin die sich stark im Web2.0 engagiert und sehr intensiv die Lage der Ägypter während der Revolution den Zuhörern nahe brachte. Übrigens ein sehr schönes Kontrastprogramm, eine deutsche studierte wie Miriam Feuls zu sehen und im direkten Vergleich dazu eine Frau „mit Kopftuch“ wie der Stammtisch sagen würde. Vorurteile wo wart ihr nochmals? Selten eine so junge Frau mit einer so großen Ausstrahlung auf einer Bühne gesehen. Den kompletten Vortrag findet ihr hier.

Revolting in the time of New Media Teil 1

Den Vortrag von Sascha PallenbergYoutube als Zukunft des Bloggings“ wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Saschas Vorträge gelten schließlich als besonders informativ und interessant. Wer sich für das Thema Monetarisierung von YouTube interessiert sollte sich seinen Vortrag nicht entgehen lassen, so gibt er wichtige Tipps und öffnet vielleicht auch den Leuten die sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt haben auch die Augen was auf YouTube alles möglich ist.

Insgesamt gesehen war die re:publica ein lustiges und informatives Erlebnis mitten in Berlin. Doch der Aufwand und die Kosten waren schon sehr hoch wenn man bedenkt das man alle Vorträge später – auch im Netz anschauen kann. Bzw. war es auch sehr Schade das die einzelnen Hallen und Räume viel zu klein gewählt waren um dem Ansturm der Besucher gerecht werden zu können. Nächstes Jahr soll und muss die re:publica ja woanders statt finden. Wahrscheinlich aber trotz allem ohne uns. Es gab einfach viel zu wenig Neues und manchmal hatte man den Eindruck auf einer „Best of“ des Internetzes 2010 zu sein.

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