Frankfurt Airport

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Schipohl

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LH988

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Music to Code By

Angeregt durch den Blog-Beitrag mit dem Titel “Music to Code By” habe ich mich mal dran gemacht auch ein “Soundspace” für mich zu erstellen. Ich habe zwar keine Quellen, aber es ist glaube ich erwiesen das Arbeiten in einem geräuschlosem Umfeld krank macht und zu dem von der eigentlichen Arbeit ablenkt. Ich kann mich erinnern, dass ich mal eine Reportage gesehen habe – wo man in Großraumbüros Anlagen installieren musste, die das brummen einer Klimaanlage simulierten. Nicht wirklich sexy.

Es gibt im Netz natürlich jede Menge “Noise-Sounds”. Z.b. den Sound der Warp Engine vom Enterprise Raumschiff im 24h Dauerloop. Aber ich wollte es natürlich etwas mehr “tricky” haben. :)

Besonders viel Spaß macht das Mischen solcher Sounds. Im genannten Artikel findet man den Link “electronic sounds of the city: You Are Listening To Los Angeles is a hypnotic mashup of ambient music overlaid with live feed captures from the radio traffic of the Los Angeles Police Department”. Leider funktioniert der Stream der Los Angeles Police Department nicht mehr. Außerdem fehlt da noch Regen :)

Also:

Und man hat einen elektronischen Ambient-Soundtrack, gemischt mit einem warmen Sommeregen und den Funksprüchen aus dem LA Guardia Airport Tower. Perfekt zum Arbeiten! Wer nen Monitor zu viel hat kann ja dieses Video dazu laufen lassen oder den HD-Stream der ISS. Chill out.

Gibt schlimmere Autos

Audi A3 S-Line

Ordnung muss sein!

effzeh

re:publica 2014 | into the boring

Nein, so wird das nichts liebe digitale Netzgemeinde. Nach dem ich nun vor drei Jahren auf der re:publica war, sollte ich dieses Jahr zum zweite mal an dem digitalen Event in Deutschland teilnehmen.

Die Zeichen standen gut, schließlich befinden wir uns in der Zeit “Edward Snowdens” und somit in einer besorgniserregenden, aber eben auch spannenden Zeit. Wo könnte man diese Themen besser verkaufen wie auf der re:publica? Und schließlich sollte ja noch David “The Hoff” Hasselhoff kommen und über Freedom sprechen.

Doch Hasselhoff kam nicht wegen der Freiheit, sondern wahrscheinlich wegen der Gage die die finnische Sicherheitsfirma F-Secure ihm zahlte um auf der re:publica aufzutreten. Und so wurde das ganze nichts anderes als eine PR-Veranstaltung für genannte Firma. Um den ganzen einen netten Rahmen zu geben wurde ein “Manifest der digitalen Freiheit” gestartet, ein Crowd-Sourcing-Projekt als Wiki-Dokument, in dem jeder all das hineinschreiben kann, was ihm wichtig ist zum Thema Freiheit im Netz. Am Ende soll das dann an Frau Merkel und weitere politische Würdenträger verschickt werden wo es aller Wahrscheinlichkeit nach in /dev/null landet.

Es wurde viel gejammert. Auch von Sascha Lobo der sich beklagte das ein Vogel mit dem Namen Bekassine den deutschen mehr Wert sei als das Internet im gesamten. In einem anderen Vortrag durfte ich erfahren, wie schlecht doch Werbung sei und das doch die Zeit der wackelnden Banner wirklich vorbei sei. Anschließend durfte ich erfahren das mit “Bullshit” viel Geld zu verdienen sei anhand von Beispielen wie Buzzfeed und … ja

Auch am zweiten Tag erfuhr ich bisher spannende Dinge. Wie z.b. das Frauen doch auch Pornos schauen und das Richard Gutjahr die Paywall entdeckt und ein eigenes Flattr System entwickelt hat, was sich sogar auf den ersten Blick recht spannend darstellt.

Doch alles in allem Frage ich mich, ob es das war? Da wird sich über totale Überwachung beschwert und wenn ich mich auf der re:publica umschaue sehe ich lauter Menschen die vor allem eines machen. Überwachungsprodukte nutzen. Twitter, Facebook und Google bieten den Leuten erst die Bühne um überhaupt “Präsenz” zu zeigen. Was immer das auch heissen mag, denn ich möchte ich die steile These aufstellen das den allermeisten deutschen die Themen der Netzgemeinde scheiß egal sind.

Dafür gibt es sogar einen stichhaltigen Beweis, nämlich den das am 27.September 2013 ausgerechnet die Partei, fast die absolute Mehrheit gewonnen hat – der die Netzthemen wirklich am Arsch vorbei gehen, nämlich die CDU. Und ich habe das starke Gefühl des es der gefühlten gesellschaftliche Avantgarde auf der re:publica voll kommen egal ist. “Das sind Idioten, wieso klicken die auf Titten und nicht auf meinen aufwendig hergestellten Journalismus?”.

Und die Kernthese ist schlichtweg: WEIL ES IHNEN EGAL IST. Grillen, Fußball und Titten REICHEN VOLLKOMMEN AUS um einen Großteil dieser Gesellschaft zu unterhalten. Brot und Spiele, Teile und Herrsche. Die eigentliche Frage die man sich stellen müsste, die sich auch Sascha Lobo stellen müsste – ist die – WARUM ist das so? WARUM interessiert sich die Menschen nicht für die NSA-Affäre oder wie auch man das nun korrekt bezeichnen mag?

Vielleicht weil die meisten Menschen genug damit zu tun haben ihren Alltag zu organisieren und sich eben in Ihrer knappen Freizeit nicht auch noch mit solch schwierigen Themen herum plagen müssen. Doch statt das IHR vor raus geht – aus dem Land der Dichter und Denker – benutzt ihr ALLE ausnahmslos Produkte aus den USA. Es scheint als wäre Silicon Valley der Einzige Ort auf dieser Erde – wo es möglich ist bahnbrechende Zukunftsorientiere Produkte für das Netz herzustellen.

Denn egal ob es die Website ist, die Suchmaschine, das Soziale Netzwerk, der Computer oder Euer Betriebssystem – nichts davon kommt aus Deutschland. Passend dazu die Meldung dieser Tage das Werkenntwen Dicht macht. Und am Ende des Tages FREUT Ihr Euch darüber noch – denn auf WKW hat man ja maximal ein paar Spinner getroffen und/oder die eigene Oma und nicht die digitale Elite.

Und das Gutjahrs Paywall das Beste war was ich bisher auf der diesjährigen re:publica gehört habe – stimmt mich nachdenklich und traurig. Es scheint weiterhin so das Deutschland nicht fähig ist ein Land zu werden das digital vor raus denkt. Aber euer größtes Problem ist es ja weiterhin wie man den guten Journalismus monetisiert? Ich kann es euch sagen – gar nicht.

Gutjahr hat also mit einem wirklich hervorragenden Artikel, wo er extra in die USA gereist ist und sich hat verhaften lassen also sage und schreibe 77euro verdient. Hey Richard, ich zeige dir einen Weg wie du mit ein wenig Facebook Spam am Tag das Zehnfache verdienst. Allerdings musst Du Dich da mit Leuten abgeben die Du sonst nicht auf Deinem Blog triffst. Dem allgemeinen Pöbel.

Ihr redet und redet und trefft dabei immer nur Euch selbst. Wirkliche Relevanz erreicht keiner von Euch, ich habe noch niemanden von Euch in der BILD-Zeitung gesehen, Tim Bartel war ja zumindest mal Titelcover vom Express ;) … Nein, ich bin kein BILD-Fan. Aber die BILD-Zeitung hat die größte Reichweite. Axel Springer ist der größte Medienkonzern in Deutschand. Doch es findet kein Bündnis statt.

Und wenn ihr wissen wollt was WIRKLICHE Relevanz bedeutet dann schaut Euch an was los ist wenn ein Bundesliga Spieltag ist, in den Zeitungen, in den Online-Medien und im Fernsehen. Und dann vergleicht das mit Eurem Willen die Freiheit im Internet zu verteidigen. Und beantwortet was wichtiger ist – Götze der von Dortmund nach Bayern wechselt, der Brennpunkt über Ballacks Wade oder die flächendeckende Überwachung der Welt?

Entweder Ihr wollt großartigen Journalismus machen – dann sollte Euch Geld egal sein – oder Ihr wollt mit dem Internet Geld verdienen. Es mag durchaus Seiten geben die beides können – aber das sind dann am Ende doch die Ausnahmen. Und es hilft Euch auch nichts wenn Ihr über Werbeformen jammert die Euch nicht gefallen. Es hat seine Gründe warum Popunders, Inlayer-Werbung usw. immer noch gezeigt wird obwohl es JEDEN nervt – weil Seitenbetreiber Geld benötigen.

Es wird Zeit das die sogenannte digitale Elite in Deutschland von Ihrem hohen Ross runter kommt und aufhört darüber zu jammern wie schlimm alles ist. Wenn ihr wollt das Dinge wie Edward Snowden nicht mehr passieren dann müsst Ihr mit Euch selbst anfangen. Wenn nicht IHR wer denn dann? Es bringt nichts von Apple auf Microsoft umzusteigen oder von Google auf Bing. Ich sehe und sah fast keine Laptops mit Linux. Warum? Weil sie euch zu kompliziert sind, weil sie nicht so schön sind wie die Dinger von Apple? Mag sein, aber wer einen digitalen Umschwung möchte – muss anfangen über Alternativen nachzudenken und das ist alles nicht immer unbedingt bequem.

Es wäre zum Beispiel mal interessant zu sehen wie sich ein deutsches Startup aufmacht einen europäischen Computer zu bauen. Vllt. gibt es diese Firma ja sogar, aber ich habe Sie auf der re:publica nicht gesehen. Auch nicht auf der Cebit oder den anderen Messen wo ich mich ab und zu rum treibe.

Und lieber Sascha Lobo, hör auf um den heißen Brei zu reden. Noch vor 5 Jahren hätte man Dich für verrückt erklärt wenn Du uns erzählt hättest die USA überwacht alles und jeden. Doch es ist so – und in jedem Artikel den man zu diesem Thema lesen kann findet man ein Datum und ein Gesetz auf das man Bezug nehmen kann. Richtig. Ich schreibe es jetzt nicht – weil am Ende man ja eh wieder nur der Verschwörungstheoretiker ist. Deswegen sollte es jemand machen von dem man zu 100% weiß das er rational und vernünftig denkt (zumindest auf den Vorträgen). Also traue Dich und gehe es an. Wenn nicht wir Nerds – wer sonst soll diese Welt verändern? Noch haben wir die Chance, noch können wir über solche Themen reden ohne in einen Filter zu geraten. Die Gedankenpolizei ist noch ein Roman, eine Geschichte – lassen wir nicht zu das es Realität wird. Doch dazu gehört eben Gedanken-Verbote aufzuheben, dazu gehört alles zu hinterfragen. Und nach all den Jahren endlich offen darüber zu sprechen. Geschichte wird gemacht – Kinder von damals sind heute bereits 13 Jahre Alt. Irgendwann ist es zu spät und Snowden verhaftet.

Links:

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Julia Engelmann – 5. Bielefelder Hörsaal-Slam

Eines Tages Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Ich bin der Meister der Streiche wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom feinsten wenn ich vor Aufgaben steh. Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen. Lass mich begeistern für Leichtsinn wenn ein anderer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm mir zu viel vor. Ich mach davon zu wenig. Ich halt mich zu oft zurück. Ich zweifle alles an. Ich wäre gerne klug – allein das ist schon dämlich.

Ich würde gerne so viel sagen aber bleibe meistens still weil wenn ich das alles sagen würde wäre das viel zu viel. Ich würde gern so vieles tun. Meine Liste ist so lang aber ich werd eh nie alles schaffen. Also fang ich gar nicht an. Stattdessen häng ich planlos vorm Smartphone, wart bloß auf den nächsten Freitag. “Ach das mach ich später” ist die Baseline meines Alltags. Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund, ich bin so furchtbar faul mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf. Mein Dopamin das spar ich immer falls ich’s noch mal brauche.

Eines Tages werde ich alt sein, oh Baby werde ich alt sein. Und an all die Geschichten denken die ich hätte erzählen können. Und du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, dass du sie dieses Jahr wieder vercheckt hast. Dabei sollte für dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Leben werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen. Aber so wie jedes Jahr obwohl du nicht damit gerechnet hast kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer falls wir’s noch mal brauchen. Wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wollen doch keine Fehler machen. Wollen auch nichts verlieren und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land. Und eines Tages Baby werden wir alt sein, oh Baby, und an all die Geschichten denken die wir hätten erzählen können. Und die Geschichten die wir stattdessen dann erzählen werden, werden traurige Konjunktive sein wie “Einmal bin ich fast nen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen.”

Und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten, werden wir sagen. Und dass wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passieren, dann erst werden wir kapieren – wir hatten nie was zu verlieren denn das Leben das wir führen wollen, das können wir selber wählen. Also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben aufs höchste Hausdach der Stadt lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder lila sind. Und lass mal an uns selber glauben. Ist mir egal ob das verrückt ist und wer genau guckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist. Und wer immer wir auch waren, lass mal werden wir wir sein wollen.

Wir haben schon viel zu lang gewartet. Lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist Leben. Das hat schon Casper gesagt. Let’s make the most of the night, das hat schon Kesha gesagt. Lass uns möglichst viele Fehler machen und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen damit wir später Gutes ernten. Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen. Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen und unsere Zeit, die geht vorbei. Das wird sowieso passieren und bis dahin sind wir frei. Und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen wir sind die Gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten. Denn das Leben das wir führen wollen können wir selber wählen. Also los. Schreiben wir Geschichten die wir später gern erzählen. Und eines Tages Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

Nope

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